Petition für Anti-Nuklear-Aktivisten läuft

Warum bestrafen wir jene, die versuchen das grösstmögliche Verbrechen gegen die Menschheit zu verhindern, fragt Linda Pentz Gunter auf der Online-Plattform beyond nuclear international.

Sieben Friedensaktivisten der Organisation Kings Bay Plowshares 7 wurden Ende Oktober diesen Jahres schuldig gesprochen und verurteilt. Ihnen drohen nun 25 Jahre Haft auf Bewährung. Die Verurteilten waren 2018 auf das Gelände der US-U-Boot-Station Trident in Kings Bay eingedrungen, um sie symbolisch zu entwaffnen. 

Schwerter zu Pflugscharen fordern die Aktivisten gegen Nuklearwaffen (Bild: Linda Pentz Gunter)

Zum 50. Jahrestag des Attentats auf Bürgerrechtler Martin Luther King wollten die Mitglieder von Kings Bay Plowshares 7 ein Zeichen setzen. Angesichts der Klimakrise mobilisierten sich die Massen, angesichts der drohenden Vernichtung der Menschheit durch Atomwaffen, protestiere ein verschwindend geringer Teil der Menschheit, meint Pentz Gunter von Beyound Nuclear International und fragt sich, warum das so ist. Es gäbe lediglich eine bestimmte Bevölkerungsgruppe, die nicht müde werde gegen Nuklearwaffen zu protestierten. In der Regel seien deren Vertreter inzwischen grauhaarig über sechzig, viele bereits in ihren Achtziger Jahren und bereit für ihre Überzeugung ins Gefängnis zu gehen. Es sei verrückt, dass ein Verfahren gegen jene fürsorglichen, friedvoll und beherzt für das Gemeinwohl agierenden Aktivisten laufe, die gegen das Risiko der Vernichtung der Menschheit protestieren. Die Autorin Linda Pentz Gunter ruft auf, die globale Petition zur Einstellung aller Verfahren gegen Friedensaktivisten zu unterschreiben, für die sich auch weltbekannte Persönlichkeiten wie Erzbischof Desmond Tutu einsetzen.

 

Links: 

The insanity of punishing the good, Beyond Nuclear International, 2.12.2019

Petition zur Einstellung aller Verfahren gegen AntiNuklear-Aktivisten auf Kings Bay Plowshare

aus aller Welt

Katanga Business

  • Mit seinem Film „Katanga Business“ von 2009 vermittelt der belgische Regisseur Thierry Michel nicht nur einen Einblick in die gegenwärtige Situation der Rohstoffförderung in Katanga, sondern verdeutlicht auch die eigentlichen Aufgaben eines Dokumentarfilmers – Dokumentieren statt Kommentieren.

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